Achterausfahrt

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Bei Achterausfahrt wird der Radeffekt bedeutend stärker spürbar als bei der Vorausfahrt, besonders beim Aufnehmen der Fahrt. Um dem entgegenzuwirken legt der Steuermann Ruder hart steuerbord (bei linksdrehende Schraube backbord, sh. auch Propeller, Drehrichtung). Die Wirksamkeit des Ruders beginnt aber erst bei einer bestimmten Mindestgeschwindigkeit!

Nimmt das Schiff Fahrt auf, so wird das Ruder in Richtung Mitte zurückgebracht. Exakt geradeaus läuft das Schiff dann, wenn das Ruder leicht steuerbord (backbord) gelegt ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das entgegenströmende Wasser Druck auf das Ruderblatt ausübt, sodass es die Tendenz hat, in die Position "hart eingeschlagen" zurückzukehren. Geht das Ruder über die Kiellinie, so wechselt urplötzlich die Seite, in die der Druck wirkt!

Gelingt es trotz hart eingeschlagenem Ruder nicht, den Radeffekt zu überwinden, so hilft nur Eines: Ruder hart backbord (steuerbord), Schub vorwärts!

Mein Tipp: Einfacher wird die Achterausfahrt, wenn der Steuermann nicht hinter, sondern vor dem Steuerrad, also mit dem Rücken zum Bug steht!

Noch einer: Anlegemanöver mit dem Heck gegen den Wind sind weitaus einfacher, als mit Wind auf den Bug!

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