Entstehung der Gezeiten

Aus Segelpedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Gezeiten werden durch die Überlagerung der Gravitationsfelder von Erde, Sonne und Mond ausgelöst.

Die Ozeane und Meere sind schwingungsfähige Systeme wie z.B. Pendel oder eine Schaukel. Der Mond dreht sich pro Tag einmal um die Erde. Dabei regt der Mond (bzw. auch die Sonne) das jeweilige Meer zu Schwingungen an, die meist annähernd kreisförmig verlaufen. Dabei dreht sich die Gezeitenwelle ("Drehtide")um ein Schwingungszentrum (Amphidromiepunkt). Durch die direkte und indirekte Anregung durch den Mond gibt es in den meisten Seegebieten halbtägige Gezeiten.

Da der Mond nach etwa 24 Stunden und 50 Minuten wieder seinen hächsten Punkt am Himmel erreicht, ergibt sich eine ungefähre Verschiebung der Hochwasser-, bzw. Niedrigwasserzeiten um etwa 25 Minuten pro Tag. Ein Hochwasser folgt also etwa 12 Stunden und 25 Minuten nach dem letzten Hochwasser.

Liegen zwei Drehtiden so nahe beieinander, dass sich die Hochwasserwellenberge überlagern, treten Interferenz-, also Überlagerungsphänomene auf. Dadurch kann es zu Mischgezeiten (ein hohes, ein schwachen Hochwasser und entsprechende Niedrigwasser pro Tag) oder ganztägige Tiden (ein Hochwasser und ein Niedrigwasser in 24 Stunden)

Die stärksten Gezeiten gibt es bei Vollmond und Neumond(Sprintiden). Hier stehen Sonne und Mond in einer Linie und verstärken somit die Tide.
Bei Halbmond (zunehmend oder abnehmend) sind die Tiden am geringsten (Nipptiden).
Bild:Gezeiten.gif

Persönliche Werkzeuge
Ads