Kategorie:Seemannschaft

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... Definition Seemannschaft

beschreibt im Allgemeinen das seemännische Verhalten an Bord, also die Sicherstellung der Unversehrtheit von Crew, Gästen, anderen Personen sowie des eigenen und fremder Boote und anderer Gegenstände. Gute Seemannschaft hat nichts mit übertriebener Vorsicht zu tun, sondern ist eine Abschätzung und Reduzierung von Risiken und eine Minimierung der Risikofolgen.


... Verhalten an Bord

  • An Bord wird nicht gepfiffen, da dies sowohl Rasmus / Neptun / ... verärgert, als auch dem verantwortlichen Schiffsführer oder Wachführer suggerieren könnte, dass der Wind sich ändert - und er damit u.U. weitreichende Entscheidungen trifft. Einzig eine Kommandopfeife ist erlaubt - in den Händen des Wachführers
  • ... herrscht keine Demokratie - der Wachführer bzw. der Skipper / Kapitän / Schiffsführer trifft die letzte Entscheidung, die von der Crew auch bei gegenteiliger Meinung unterstützt und umgesetzt wird. Dies ist bei Lapalien undramatisch, in ernsteren Situationen kann es lebensrettend sein. Jeder Mitsegler sollte sich dessen vorab bewusst werden, damit es im Fall der Fälle keine Probleme gibt.

... unter Deck

  • herrscht eine abgesprochene Ordnung, die in Gefahrensituationen ein schnelles Handeln ermöglicht
  • werden Zugänge nicht blockiert
  • wird keine Demontage irgendwelcher Ausrüstung vorgenommen, ohne dies der gesamten Crew mitzuteilen, insbesondere bei Sicherheitsausrüstung
  • gibt es keine Hartschalenkoffer, diese sind nicht zu verstauen und müssen deshalb leider entweder an Land gelassen werden, oder als externe Fracht an Deck verzurrt oder hinterhergeschleppt werden

... an Deck

  • Es wird jederzeit festes Schuhwerk mit heller, rutschfester Sohle (sog. Messerschnitt-Sohle) getragen, um Verletzungen an Püttings, Relingstützen etc. vorzubeugen und POB-Manöver zu reduzieren


... während des Törns

  • ist die Crew (bei Charterschiffen gehören in D alle Anwesenden dazu) ausreichend nüchtern, um gültigen Gesetzen nicht zu widersprechen. In Deutschland bedeutet dies, dass jeder unter 0,5 Promille Blutalkohol sein eigen nennt, ansonsten droht der Entzug von Boots- und Autoführerschein sowie ggf. auch eines Pilotenscheins.
  • verhalten sich alle Anwesenden so, dass das risikoarme Erreichen des Tagesziels gegeben ist.


... im Hafen

  • wird langsam gefahren
  • jeder versucht, den anderen einen erholsamen Aufenthalt zu ermöglichen
  • werden Leinen und Kabel nicht als Stolperfallen ausgelegt
  • werden fremde Schiffe nur leise und mit sauberen Sohlen betreten, beim überqueren geht man über das Vordeck, niemals durch das Cockpit
  • wird anderen Seglern beim An- und Ablegen geholfen
  • werden freie Liegeplätze nicht blockiert, und Fender herausgehängt, die ein Längsseits-gehen ermöglichen.

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