Propeller

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Der Propeller (die Schiffsschraube, lässig auch nur "Prop" oder "die Schraube" genannt) ist durch die Anzahl der Flügel, Durchmesser und Steigung, sowie seine Bauweise charakterisiert.

Anzahl der Flügel

  • Zweiflügelige sind bei Segelschiffen sehr beliebt. Grund ist der geringere Widerstand im Wasser beim Segeln. Faltpropeller reduzieren diesen Widerstand noch weiter, weil sie beim Segeln in Vorausfahrt schnabelartig zusammenklappen.
  • Dreiflügelige kommen sowohl bei Segel- wie bei Motorbooten zum Einsatz.
  • Vierflügelige sind kräftigen Motorbooten vorbehalten.

Durchmesser und Steigung

Diese zwei Werte sind wichtige Angaben bei der Definition des Prop. Der erstgenannte Wert ist der Durchmesser, der zweite die Steigung (z.B. 9 1/2 x 8 - Angabe in Zoll). Der Durchmesser wird wird von jenem Kreis gemessen, den die Aussenkanten der Flügel beschreiben. Für die Steigung stelle man sich den Prop tatsächlich als Schraube in einem Holzblock vor. Der Weg, den diese Schraube bei einer Umdrehung zurücklegt, ist die Steigung.

Propeller von Segelyachten (Schubpropeller) müssen unterquadratisch sein. D.h., der Durchmesser ist grösser als die Steigung. Leichte, schnelle Motorboote haben eine überquadratische Schraube. D.h., der Durchmesser ist kleiner als die Steigung.

Die Steigung eines Verstellpropellers kann unteschiedlichen Belastungen oder Fahrstufen angepasst werden. Ein Autoprop tut das selbständig aufgund des Wasserwiderstands. Bei beiden ist die Mechanik natürlich störanfälliger als bei feststehenden Flügeln.

Radeffekt

Man stelle sich vor, der Propeller wäre einfach ein Rad, das auf dem Grund aufsitzt. Dreht sich dieses imaginäre Rad, so versetzt es das Heck des Schiffes in der Laufrichtung. Genau das passiert auch, ohne dass man sein Schiff deshalb versenken muss!

Bei Vorausfahrt ist der Radeffekt fast nicht bemerkbar. Bei Achterausfahrt hingegen kann er ganz schön nerven! Man muss ihn eben einplanen, dann kann er ja auch nützlich sein (sh. Drehen am Teller)

Die Laufrichtung des Propellers ist die, die man sieht, wenn man hinter dem Schiff steht. Dreht der Prop sich aus dieser Sicht im Uhrzeigersinn, so spricht man von einer rechtsdrehenden Schraube, eine linksdrehende Schraube ist also eine, die sich gegen den Uhrzeigersinn dreht.

Die meisten modernen Yachten haben einen rechtsdrehenden Propeller. Dieser dreht bei Achterausfaht das Heck nach backbord (den Bug nach steuerbord). Mit Ruder hart steuerbord steuert man dagegen. Bei Vorausfahrt dreht das Heck (fast unmerkbar) nach steuerbord (der Bug nach backbord). Ruder also leicht steuerbord. Bei den selteneren linksdrehenden Schrauben verhält sich das alles logischerweise umgekehrt.

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